Moderne Smartphones sind zu leistungsstarken Werkzeugen für die Fotografie geworden, und Samsung-Geräte stehen dabei oft an vorderster Front. Eine der nützlichen Funktionen, die in vielen Samsung-Kameras zu finden ist, ist der Makromodus. Dieser Modus ist speziell dafür konzipiert, Objekte aus sehr geringer Entfernung scharf aufzunehmen, was Detailaufnahmen ermöglicht, die mit Standardeinstellungen nicht machbar wären.

Wenn der Makromodus aktiviert wird, schaltet die Kamera in einen speziellen Nahfokus-Modus. Dies erlaubt es dem Benutzer, sich dem Motiv auf weniger als 10 cm zu nähern. Bei einigen Kameras ist sogar ein Abstand von nur 2 cm möglich, was unglaubliche Nahaufnahmen von winzigen Objekten wie Insekten erlaubt. Aber der Makromodus ist nicht nur für die Naturfotografie nützlich. Er eignet sich auch hervorragend, um fotografische Aufzeichnungen von Wertgegenständen wie Schmuck für Versicherungszwecke zu erstellen oder einfach kreative und detailreiche Nahaufnahmen im Alltag zu machen.

Parallel zur Entwicklung der Kameratechnologie in aktuellen Modellen stellt sich oft die Frage, wie gut ältere, aber immer noch weit verbreitete Geräte heute noch sind. Ein solches Beispiel ist das Samsung Galaxy S9. Obwohl bereits vor einigen Jahren erschienen, war es zu seiner Zeit ein Top-Smartphone und bietet immer noch eine beeindruckende Ausstattung. Es lohnt sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen, ob das S9 den heutigen Anforderungen noch standhält und welche seiner Funktionen, insbesondere die Kamera, nach wie vor überzeugen können.
Das Samsung Galaxy S9: Zeitloses Design und starke Technik
Das Samsung Galaxy S9 besticht durch sein sehr elegantes Design. Trotz seines großen, superscharfen und extrem kontrastreichen Bildschirms liegt es dank geschwungener Linien und des abgerundeten Glasgehäuses sehr handlich in der Hand. Optisch ähnelt es stark seinem Vorgänger, dem S8, aber Samsung hat das Design an mehreren Stellen verfeinert. Im Vergleich zu neueren Modellen wie dem S10 oder S20, die noch schmalere Ränder und längere Bildschirme (19:9 oder 20:9) aufweisen, bietet das S9 ein Seitenverhältnis von 18,5:9. Die Verarbeitungsqualität und Haptik sind auch heute noch auf hohem Niveau.
Hervorragendes Display des S9
Eines der Highlights des Galaxy S9 war und ist sein Display. Der 5,8 Zoll große OLED-Bildschirm mit einer Auflösung von 2960x1440 Pixeln liefert eine beeindruckende Bildqualität. Im Vergleich zum Vorgänger S8 konnte Samsung die Helligkeit um gut 20 Prozent und den Kontrast um 30 Prozent steigern, obwohl das S8 bereits ein gutes Display hatte. Die Farbtreue ist ebenfalls hoch. Mit rund 570 dpi (dots per inch) ist die Schärfe mehr als ausreichend und steht neueren Modellen in nichts nach. Auch wenn das Display nicht so langgezogen ist wie bei aktuellen Geräten und keine höhere Bildwiederholfrequenz als 60 Hz bietet, ist es nach wie vor ein herausragendes Display, das brillante Farben und tiefe Schwarzwerte liefert.
Die Kamera des Galaxy S9: Fortschritte und Fähigkeiten
Die Kamera war eine der auffälligsten Verbesserungen beim Übergang vom S8 zum S9. Obwohl die Auflösung bei 12 Megapixeln blieb, lieferte die S9-Kamera hellere, schärfere und klarere Bilder mit weniger Rauschen, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Dies wurde durch zwei technische Besonderheiten erreicht:
- Variable Blende: Das S9 war eines der ersten Smartphones mit einer variablen Blende. Je nach Lichtsituation konnte die Kamera zwischen der sehr lichtstarken Blende f/1.5 und der für Farben besser geeigneten Blende f/2.5 wechseln. Die Blende f/1.5 lässt besonders viel Licht auf den Sensor fallen, was zu besseren Ergebnissen bei Dunkelheit führt.
- Schnellere Bildverarbeitung: Dank schnellerer Speichermodule und einer verbesserten Software konnte die Kamera im sogenannten Turbo-HDR-Modus praktisch gleichzeitig zwölf Bilder aufnehmen. Die Software verglich und verrechnete diese Bilder, um ein helleres und zugleich rauschärmeres Endergebnis zu erzielen.
Während das standardmäßige Galaxy S9 hinten nur eine Kamera besaß, bot das größere S9 Plus eine Dual-Kamera. Der Hauptvorteil der zweiten Linse im S9 Plus war ein zweifacher optischer Zoom ohne qualitative Einbußen. Dies ist einer digitalen Vergrößerung, die lediglich Pixel hochrechnet, deutlich überlegen. Bei Standardaufnahmen lieferte das S9 jedoch ähnlich gute Fotos wie das S9 Plus. Bei schlechter Beleuchtung konnte das S9 zwar überzeugen, aber im Vergleich zu Handys mit speziellem Nachtmodus hielt es nicht ganz mit.

Superzeitlupe im S9
Eine beeindruckende Funktion des S9 war die Superzeitlupen-Funktion. Sie ermöglichte Videoaufnahmen mit 960 Bildern pro Sekunde, wenn auch auf 0,2 Sekunden Länge begrenzt. Samsung löste die Aktivierung clever: Man definierte einen Bildausschnitt, und erst wenn dort eine Bewegung registriert wurde, startete die Zeitlupenaufnahme. Dies erleichterte das Einfangen sehr schneller Bewegungen, wie beispielsweise das Platzen eines Wasserballons.
Leistung und Akku
Die europäischen Modelle des S9 wurden vom Exynos-9810-Prozessor angetrieben. Obwohl Benchmarks zeigten, dass dieser Prozessor schneller als der des S8 war, waren im Alltag, wie beim Starten von Apps oder Öffnen von Dokumenten, keine nennenswerten Verbesserungen feststellbar. Das S9 reagierte sehr flüssig und schnell. Das S9 verfügte über 4 GB RAM, das S9 Plus über 6 GB. Der neue Chip brachte jedoch schnelleres LTE (CAT18) mit theoretisch bis zu 1.200 Megabit pro Sekunde mit.
Die Akkukapazität des S9 betrug 3.000 Milliamperestunden (mAh). Obwohl die Kapazität im Vergleich zum S8 gleich blieb, zeigte das Galaxy S9 eine deutlich verbesserte Ausdauer. Im Akku-Test hielt es bei typischer Nutzung etwa 30 Prozent länger durch als das S8, mit über zwölf Stunden Laufzeit. Die Standby-Zeit verlängerte sich ebenfalls merklich. Diese Verbesserung wurde offenbar durch die höhere Effizienz des neuen Chipsatzes erreicht. Das S9 war zudem schnellladefähig, sowohl kabelgebunden als auch kabellos.
Weitere nützliche Funktionen
Das Galaxy S9 bot eine Reihe weiterer Features:
- Fingerabdrucksensor: Im Vergleich zum S8 wurde der Sensor unter die Kamera verschoben und saß mittig, was die Erreichbarkeit verbesserte. Die Erkennung war flott.
- Intelligent Scan: Eine Kombination aus Iris- und Gesichtsscan für das Entsperren. Obwohl praktisch, hatte die Erkennung manchmal Schwierigkeiten, z.B. mit Sonnenbrillen, und war nicht immer so zuverlässig wie Apples Face ID, galt aber dank Iris-Scan als sicherer als viele aktuelle Smartphones, die sich mit Fotos austricksen lassen.
- Stereo-Lautsprecher: Erstmals in der Galaxy-S-Klasse bot das S9 Stereo-Lautsprecher von AKG. Diese sorgten für einen räumlicheren Klang, insbesondere bei Videos mit Dolby-Atmos-Ton, der auch für normale Videos simuliert werden konnte. Auch die Tonqualität bei Telefonaten profitierte.
- 3,5mm Klinkenbuchse: Samsung hielt beim S9 an der klassischen Kopfhörerbuchse fest, was viele Nutzer freute.
- DeX Pad: Eine Weiterentwicklung der DeX Station, die das Smartphone in einen Desktop-ähnlichen Computer verwandelte. Mit dem DeX Pad konnte das S9 flach liegen und war parallel nutzbar. Später wurde der DeX-Modus sogar über einfache USB-C-HDMI-Adapter möglich.
- AR-Emoji: Eine Funktion, die comicartige Avatare des eigenen Gesichts erstellte, deren Mimik von der Kamera erfasst und als Animationen versendet werden konnte.
- Dual-SIM: Das S9 war das erste Top-Smartphone von Samsung, das im freien Handel standardmäßig als Dual-SIM-Variante angeboten wurde, erkennbar am Zusatz „Duos“ auf dem Gerät oder Paket.
Vergleich: Galaxy S9 vs. S10 vs. S20
Ein Blick auf die technischen Daten im Vergleich zu den Nachfolgern zeigt, wo das S9 steht:
| Merkmal | Galaxy S9 | Galaxy S10 | Galaxy S20 |
|---|---|---|---|
| Diagonale | 5,8 Zoll | 6,1 Zoll | 6,2 Zoll |
| Auflösung | 2960x1440 | 3040x1440 | 3200x1440 |
| Seitenverhältnis | 18,5:9 | 19:9 | 20:9 |
| Frequenz | 60 Hz | 60 Hz | 120 Hz |
| Maße | 68,6x147,7 mm | 70,4x149,9 mm | 69,1x151,7 mm |
| Dicke/Gewicht | 8,5 mm/163 g | 7,8 mm/157 g | 7,9 mm/163 g |
| Prozessor (Europa) | Exynos 9810 | Exynos 9820 | Exynos 990 |
| RAM | 4 GB | 6/8 GB | 8/12 GB |
| Akku | 3000 mAh | 3400 mAh | 4000 mAh |
| Kamera (Hinten) | 12 MP | 12+12+16 MP | 12+64+12 MP |
| Optischer Zoom | nein (S9 Plus: 2x) | 2x | 3x hybrid |
| Frontkamera | 8 MP | 10 MP | 10 MP |
| Wasserdicht | ja | ja | ja |
| Kabelloses Laden | ja | ja | ja |
Häufig gestellte Fragen zum Galaxy S9
Hier beantworten wir einige gängige Fragen zum Samsung Galaxy S9, basierend auf den uns vorliegenden Informationen:
Ist das Samsung Galaxy S9 heute noch gut?
Ja, basierend auf den ursprünglichen Testberichten und Spezifikationen war das Galaxy S9 ein Top-Smartphone mit einem hervorragenden Display, einer stark verbesserten Kamera im Vergleich zum S8 und guter Performance für Alltagsaufgaben. Es bietet auch Features wie Stereo-Lautsprecher, Wasserdichtigkeit und kabelloses Laden, die auch heute noch relevant sind. Obwohl neuere Modelle in Bezug auf Prozessorleistung, Kameraflexibilität (Zoom, Ultraweitwinkel) und Bildschirmfrequenz (120Hz) überlegen sind, ist das S9 für viele Nutzer, die ein handliches und gut ausgestattetes Smartphone suchen, immer noch eine gute Option.
Wie gut ist die Kamera des Galaxy S9?
Die Kamera des Galaxy S9 war eine deutliche Verbesserung gegenüber dem S8. Sie lieferte hellere und schärfere Bilder, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, dank der variablen Blende (f/1.5-f/2.5) und verbesserter Bildverarbeitung. Die Bildqualität bei Standardaufnahmen war sehr gut. Das S9 Plus bot zusätzlich einen 2x optischen Zoom. Für Social Media und alltägliche Fotos ist die Kamera des S9 auch heute noch absolut brauchbar, auch wenn sie nicht mit den Multi-Kamera-Systemen und dedizierten Nachtmodi moderner Top-Smartphones mithalten kann.

Wie lange hält der Akku des Galaxy S9?
Obwohl die Akkukapazität mit 3000 mAh nicht riesig ist, zeigte das Galaxy S9 eine signifikant verbesserte Ausdauer im Vergleich zum S8. Bei typischer Nutzung wurden Laufzeiten von über zwölf Stunden ermittelt. Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von der Nutzung ab, aber der effizientere Chip sorgte für eine solide Ausdauer, die für einen Tag Nutzung ausreichen konnte.
Welche Vorteile bietet das Display des S9?
Das 5,8 Zoll große OLED-Display des S9 zeichnet sich durch seine hohe Auflösung (1440x2960), hervorragenden Kontrast, tiefe Schwarzwerte und gute Farbtreue aus. Es war heller als das Display des S8 und bot eine sehr hohe Pixeldichte (ca. 570 dpi), was für eine sehr scharfe Darstellung sorgt. Auch wenn es keine hohe Bildwiederholfrequenz bietet, ist es ein qualitativ sehr hochwertiges Display.
Ist das Galaxy S9 Dual-SIM-fähig?
Ja, das Samsung Galaxy S9 wurde im freien Handel standardmäßig oft als Dual-SIM-Variante (Duos) angeboten. Man kann dies auf der Verpackung (zwei IMEI-Nummern) oder auf dem Gerät selbst (Zusatz „Duos“ auf der Rückseite) überprüfen. Allerdings ist es oft ein Hybrid-Slot, bei dem man entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine Speicherkarte nutzen kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Samsung Galaxy S9 auch einige Jahre nach seiner Einführung noch ein fähiges Smartphone ist, das in vielen Bereichen wie Displayqualität, Design und grundlegenden Funktionen überzeugt. Die Kamera war ein großer Schritt nach vorne und liefert auch heute noch gute Ergebnisse, wenn auch ohne die Vielseitigkeit moderner Multi-Kamera-Systeme. Der Makromodus, eine Funktion, die über verschiedene Samsung-Modelle hinweg zu finden ist, erweitert die fotografischen Möglichkeiten für Detailaufnahmen. Während neuere Modelle in puncto rohe Leistung und fortgeschrittene Kamera-Features die Nase vorn haben, bleibt das S9 eine interessante Option für Nutzer, die Wert auf ein kompaktes Top-Gerät mit solider Ausstattung legen.
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