Wie fotografiert man Polarlichter am besten?

Nordlichter fotografieren: Der Guide

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Das Polarlicht, oft auch Nordlicht oder Aurora Borealis genannt, ist für viele Fotografen das ultimative Naturmotiv. Seine tanzenden, farbigen Schleier am Nachthimmel ziehen Betrachter auf der ganzen Welt in ihren Bann. Dieses Spektakel mit der Kamera festzuhalten, erfordert jedoch mehr als nur Glück. Es braucht die richtige Ausrüstung, das Wissen um die passenden Einstellungen und ein tiefes Verständnis für das Verhalten dieses flüchtigen Phänomens. Dieser Artikel führt Sie durch alles, was Sie wissen müssen, um Ihre eigenen beeindruckenden Polarlichtfotos zu erstellen, egal ob in Deutschland oder im hohen Norden.

Welche Kamera eignet sich für Polarlichter?
Je höher der ISO-Wert, desto lichtempfindlicher ist Ihre Kamera (der Film von damals!). Bei höheren ISO-Werten kommt es jedoch schneller zu Rauschen auf dem Foto, typisch für Nachtaufnahmen. Bei Polarlichtern entscheiden Sie sich am besten für 800 oder 1600 ISO, bei einer Vollformatkamera für 3200 ISO.

Welche Kamera eignet sich für Polarlichter?

Um qualitativ hochwertige Polarlichtfotos zu erzielen, benötigen Sie in der Regel eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Smartphones stoßen hier schnell an ihre Grenzen, auch wenn neuere Modelle mit speziellen Nachtmodi oder Apps für Langzeitbelichtungen experimentelle Aufnahmen ermöglichen. Für wirklich beeindruckende Ergebnisse sind jedoch eine DSLR oder eine spiegellose Kamera die beste Wahl. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Kamera auch bei hohen ISO-Werten (Lichtempfindlichkeit) eine gute Bildqualität liefert und wenig Bildrauschen erzeugt. Moderne Vollformatkameras, wie z.B. die Canon 5D III/6D oder Nikon D800/D600 (oder neuere Modelle), sind oft sehr leistungsfähig bei ISO 3200 und darüber.

Das passende Objektiv: Lichtstärke und Weitwinkel

Neben der Kamera spielt das Objektiv eine entscheidende Rolle. Polarlichter sind oft lichtschwach und bewegen sich schnell. Daher benötigen Sie ein Objektiv mit hoher Lichtstärke, d.h. mit einer möglichst kleinen Blendenzahl (große Blendenöffnung). Eine Blende von f/2.8 oder kleiner (z.B. f/1.8, f/1.4) ist ideal. Mindestens f/4 sollte es sein.

Darüber hinaus ist ein Weitwinkelobjektiv empfehlenswert. Ein Weitwinkel mit einer Brennweite zwischen 12 mm und 24 mm (bezogen auf Vollformat) ermöglicht es Ihnen, sowohl das Polarlicht am Himmel als auch einen interessanten Vordergrund einzufangen und die Weite der Landschaft zu betonen. Je kürzer die Brennweite (z.B. 11 mm statt 18 mm bei gleicher Aufnahmezeit), desto schärfer bleiben die Sterne und das Polarlicht bei längeren Belichtungszeiten, da die Bewegung der Erde weniger auffällt.

Die unverzichtbare Ausrüstung

Die Fotografie der Nordlichter findet in der Regel nachts und oft bei sehr kalten Temperaturen statt. Daher ist die richtige Ausrüstung nicht nur für Ihre Kamera, sondern auch für Sie selbst entscheidend:

  • Stativ: Absolut unerlässlich für Langzeitbelichtungen, um Verwacklungen zu vermeiden. Muss stabil stehen, auch bei Wind.
  • Warme Kleidung: Mehrere Schichten sind wichtig. Thermounterwäsche, eine gute Daunenjacke, warme Hose, Mütze, Schal und wasserdichte, isolierte Schuhe. Oft sind die klarsten Nächte die kältesten.
  • Handschuhe: Dünne Liner-Handschuhe für die Bedienung der Kamera und darüber warme Daunenhandschuhe. Üben Sie, Ihre Kamera mit dünnen Handschuhen einzustellen!
  • Ersatz-Akkus: Kälte entlädt Akkus sehr schnell. Nehmen Sie ausreichend Ersatzakkus mit und bewahren Sie diese warm (z.B. in einer Innentasche Ihrer Jacke) auf.
  • Speicherkarten: Fotografieren Sie im RAW-Format (empfohlen!), das viel Speicherplatz benötigt. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Speicherkarten dabei haben.
  • Stirnlampe: Unverzichtbar, um im Dunkeln Ihre Ausrüstung zu bedienen und sich zurechtzufinden. Wählen Sie eine mit Rotlichtmodus, um Ihre Nachtsicht nicht zu beeinträchtigen.
  • Fernauslöser: Ermöglicht das Auslösen der Kamera, ohne sie zu berühren, was zusätzliche Verwacklungen bei langen Belichtungszeiten verhindert.
  • Taschenwärmer: Können für Ihre Hände oder zur Erwärmung der Akkus genutzt werden.
  • Thermoskanne: Ein warmes Getränk kann die Wartezeit in der Kälte deutlich angenehmer machen.

Wo und wann sieht man Polarlichter?

Die höchste Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen, haben Sie in den nördlichen Regionen der Erde, im sogenannten Polarlichtoval. Dazu gehören Länder wie Norwegen, Schweden, Finnland, Island, Grönland, Kanada und Alaska. Hier können Sie das Polarlicht bei klarem Himmel oft fast jede Nacht sehen, wenn die Aktivität auch nur moderat ist.

Die beste Jahreszeit für die Polarlichtbeobachtung ist von Herbst bis Frühling (September bis März), da die Nächte in dieser Zeit lang und dunkel genug sind. Innerhalb einer Nacht sind die Polarlichter oft zwischen 22 Uhr und 2 Uhr am intensivsten, können aber auch früher oder später auftreten.

Wichtig ist ein Standort mit möglichst wenig Lichtverschmutzung. Stadtlichter können das schwache Leuchten des Polarlichts überstrahlen. Suchen Sie sich einen Ort mit freiem Blick nach Norden.

Warum sieht man Nordlichter besser durch die Kamera?
Man kann Nordlichter nicht unbedingt mit bloßen Augen sehen. Es besteht aber die Möglichkeit, dass Ihre Kamera sie erkennen kann. Da das Polarlicht weit weg ist, ist es auch entsprechend lichtschwach. Sie müssen Ihre Kamera deshalb besonders lichtempfindlich einstellen.

Polarlichter in Deutschland fotografieren

Auch in Deutschland ist es bei besonders starken geomagnetischen Stürmen möglich, Polarlichter zu sehen und zu fotografieren. Die Wahrscheinlichkeit ist an den Küsten im Norden höher als im Süden. Das Polarlicht erscheint hier meist nur schwach und nah am nördlichen Horizont.

Für die Vorhersage in Deutschland gibt es spezielle Webseiten (wie polarlicht-vorhersage.de), die aktuelle Messwerte und Prognosen basierend auf dem Kp-Index liefern. Melden Sie sich eventuell für einen E-Mail-Verteiler an, um benachrichtigt zu werden, wenn Polarlichter erwartet werden. Wenn die Wahrscheinlichkeit als "hoch" oder "sehr hoch" angegeben wird, lohnt es sich, auf die Jagd zu gehen. Sie benötigen einen Ort mit freiem Blick nach Norden und ohne störende Lichter. Prüfen Sie mit Satellitenbildern, ob der Himmel gen Norden wolkenfrei ist – eine Faustregel besagt, dass etwa 200 km wolkenfreier Himmel nach Norden ideal sind.

Da das Polarlicht in Deutschland weit entfernt und lichtschwach ist, sehen Sie es möglicherweise mit bloßem Auge kaum oder nur als grauen Schleier. Die Kamera kann das Licht jedoch sammeln und die Farben sichtbar machen.

Polarlichter im hohen Norden fotografieren

Im hohen Norden ist die Situation anders. Das Polarlicht steht oft hoch am Himmel und ist deutlich intensiver. Selbst bei schwächerer Aktivität ist es meist sichtbar. Hier ist die Jagd nach Wolkenlücken oft die größte Herausforderung. Nutzen Sie auch hier Vorhersage-Apps (wie Aurora App, Aurora Now, My Aurora Forecast) oder Webseiten, die den Kp-Index und Wolkenkarten anzeigen. Manchmal genügt es, eine kurze Strecke zu fahren, um den Wolken zu entkommen.

Kameraeinstellungen für Polarlichter

Die manuelle Einstellung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Polarlichtfotografie. Vergessen Sie Automatikmodi – Sie müssen die volle Kontrolle über Blende, Belichtungszeit und ISO haben.

1. Fokus: Stellen Sie den Fokus manuell auf Unendlich (∞). Bei vielen Objektiven gibt es dafür eine Markierung. Manchmal liefert ein Fokuspunkt knapp vor Unendlich schärfere Ergebnisse. Testen Sie dies tagsüber oder nutzen Sie im Dunkeln die Live-View-Funktion Ihrer Kamera und vergrößern Sie einen hellen Stern, um manuell darauf zu fokussieren.

Welche Kamera eignet sich für Polarlichter?
Je höher der ISO-Wert, desto lichtempfindlicher ist Ihre Kamera (der Film von damals!). Bei höheren ISO-Werten kommt es jedoch schneller zu Rauschen auf dem Foto, typisch für Nachtaufnahmen. Bei Polarlichtern entscheiden Sie sich am besten für 800 oder 1600 ISO, bei einer Vollformatkamera für 3200 ISO.

2. Blende: Wählen Sie die größtmögliche Blendenöffnung (kleinste Blendenzahl), die Ihr Objektiv bietet, z.B. f/2.8, f/1.8 oder f/1.4. Eine offene Blende lässt maximal viel Licht auf den Sensor fallen.

3. ISO: Die ISO-Einstellung bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Beginnen Sie mit einem mittleren bis hohen Wert, z.B. ISO 800, 1600 oder sogar 3200. Bei modernen Kameras sind auch ISO-Werte bis 6400 oft noch nutzbar, insbesondere wenn Sie wissen, dass das Bildrauschen in der Nachbearbeitung reduziert werden kann. Bei sehr hellem, schnellem Polarlicht können Sie eventuell einen niedrigeren ISO-Wert verwenden, um das Rauschen zu minimieren, müssen aber gleichzeitig die Belichtungszeit anpassen.

4. Belichtungszeit: Dies ist die variabelste Einstellung und hängt stark von der Helligkeit und Geschwindigkeit des Polarlichts ab. Das Ziel ist, genügend Licht einzufangen, ohne das Polarlicht zu verwischen, wenn es sich schnell bewegt, oder die Sterne als Striche darzustellen (Star Trails). Hier sind Richtwerte:

Polarlicht-TypBewegungBelichtungszeitISO (Startwert)
Schwach / StatischSehr langsam oder stehend20 - 30 Sekunden800 - 1600
Moderat / BewegtLangsam bis mäßig schnell10 - 20 Sekunden1600 - 3200
Hell / Schnell / BeamsSchnell tanzende Säulen2 - 10 Sekunden3200 - 6400+

Wenn die Lichter sehr schnell über den Himmel flitzen (oft als 'Beams' bezeichnet), müssen Sie die Belichtungszeit auf 2-3 Sekunden verkürzen, um die Struktur einzufrieren, was dann höhere ISO-Werte (oft über 3200) erfordert. Bei ruhigeren, bandförmigen Lichtern können Sie längere Zeiten wählen und gegebenenfalls die ISO reduzieren.

Experimentieren Sie! Machen Sie Probeaufnahmen und passen Sie Belichtungszeit und ISO an, bis das Polarlicht auf dem Histogramm (siehe unten) gut belichtet ist, ohne überbelichtet zu sein oder zu verwischen.

5. Weißabgleich: Der Weißabgleich beeinflusst die Farbwiedergabe. Ein niedriger K-Wert (Kelvin) ergibt kältere, bläulichere Bilder. Ein hoher K-Wert wärmere, gelblichere Töne. Oft sind Werte zwischen 3000K und 4000K ein guter Ausgangspunkt. Fotografieren im RAW-Format ist hier besonders vorteilhaft, da Sie den Weißabgleich später in der Bildbearbeitung verlustfrei anpassen können.

6. Bildstabilisator: Schalten Sie den Bildstabilisator am Objektiv oder an der Kamera aus, wenn Sie ein Stativ verwenden. Sonst kann es paradoxerweise zu Unschärfen kommen.

Wie fotografiert man Polarlichter am besten?
POLARLICHTER FOTOGRAFIEREN: DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE1Die Kamera sollte ganz ruhig sein - am besten hilft dabei ein Stativ.2Belichtungszeit: So lang einstellen, wie es das Gerät hergibt.3Blende bei etwa vier.4ISO: Die Lichtempfindlichkeit sollte so hoch wie möglich eingestellt sein, bevor das Bild zu viel rauscht.

Das Histogramm verstehen

Verlassen Sie sich nicht nur auf die Anzeige auf dem Kameradisplay. Die Helligkeit des Displays kann täuschen. Nutzen Sie das Histogramm Ihrer Kamera, um die Belichtung zu überprüfen:

  • Ist die Kurve weit links (10-40% der linken Seite), ist das Foto zu dunkel. Erhöhen Sie die Belichtungszeit oder den ISO-Wert.
  • Ist die Kurve breit und liegt größtenteils rechts, eventuell mit einer Spitze am rechten Rand, ist das Foto wahrscheinlich überbelichtet. Verringern Sie die Belichtungszeit oder den ISO-Wert.
  • Ein gut belichtetes Polarlichtfoto zeigt typischerweise eine Kurve mit einem Scheitelpunkt in der linken Hälfte (nicht am äußersten Rand), die sich nach rechts erstreckt. Der linke Teil repräsentiert die dunklen Bereiche des Himmels und Vordergrunds, der rechte Teil das helle Polarlicht und die Sterne.

Bildkomposition und Tipps

Ein reines Himmelsbild kann eindrucksvoll sein, aber oft gewinnen Polarlichtfotos enorm an Tiefe und Interesse, wenn Sie einen Vordergrund einbeziehen. Suchen Sie nach Elementen wie Bäumen, Bergen, Seen (für Spiegelungen), Gebäuden oder anderen markanten Landschaftsmerkmalen. Achten Sie auf einen spannenden Bildaufbau. Da das Polarlicht oft im Norden erscheint, positionieren Sie Ihren Vordergrund so, dass er gut mit dem Himmelshintergrund harmoniert.

Fotografieren Sie konsequent den Horizont (oder den Bereich, wo das Polarlicht erwartet wird) und haben Sie Geduld. Manchmal gibt es nur kurze Momente besonders starker Aktivität.

Warum sieht man Nordlichter besser durch die Kamera?

Obwohl das Erlebnis, das Polarlicht mit eigenen Augen zu sehen, unübertroffen ist, kann die Kamera oft mehr Details und Farben einfangen. Dies liegt daran, dass die Kamera über die Belichtungszeit Licht sammeln kann, was das menschliche Auge in der Dunkelheit nicht in gleichem Maße kann. Unser Nachtsehen ist primär auf Hell-Dunkel-Kontraste ausgelegt (Schwarz-Weiß-Sehen). Die Kamera hingegen kann auch bei schwachem Licht Farben registrieren und durch die Belichtung verstärken. Grüne Polarlichter sind am häufigsten sichtbar, aber bei starker Aktivität können auch rote, violette oder blaue Farbtöne auftreten, die die Kamera besonders gut wiedergibt.

Fortgeschrittene Techniken: Mehrfachbelichtung & Nachbearbeitung

Da das Polarlicht oft viel heller ist als der dunkle Vordergrund, kann es schwierig sein, beides in einer einzigen Aufnahme korrekt zu belichten. Eine fortgeschrittene Technik ist die Mehrfachbelichtung (Exposure Blending):

  1. Machen Sie eine kürzere Belichtung mit höherer ISO (z.B. 2-10s, ISO 3200-6400+) für das Polarlicht, um dessen Bewegung einzufrieren und den Himmel korrekt zu belichten.
  2. Machen Sie eine längere Belichtung mit niedrigerer ISO (z.B. 30s, ISO 800-1600) für den Vordergrund, um diesen aufzuhellen und das Rauschen zu minimieren.

Diese beiden Aufnahmen können Sie später in der Bildbearbeitung (z.B. mit Photoshop) überlagern, um ein perfekt belichtetes Gesamtbild zu erhalten.

Die Nachbearbeitung ist ein wichtiger Schritt. Fotografieren Sie immer im RAW-Format, um maximale Flexibilität zu haben. In Programmen wie Lightroom oder Photoshop können Sie den Weißabgleich anpassen, Farben und Kontraste verstärken und vor allem das Bildrauschen im Himmel reduzieren, ohne wichtige Details im Vordergrund zu verlieren.

Zeitraffer-Filme erstellen

Aus einer Serie von Polarlichtfotos können Sie beeindruckende Zeitraffer-Filme erstellen. Dabei nehmen Sie in regelmäßigen Intervallen Fotos auf (z.B. alle 15 Sekunden). Die Einstellungen ähneln denen für Einzelfotos, wobei Sie eventuell etwas höhere ISO-Werte (bis 3200) verwenden können, da die Auflösung von Videos geringer ist als die von Fotos.

Welche Kamera eignet sich am besten für Polarlichter?
Die Nikon D810, D850 und Z7 gehören zu den besten Kameras für die Nordlichtfotografie, ebenso wie die Canon EOS 5DS R und die Sony a7R IV. Preisgünstigere Optionen wie die Sony Alpha A6000 und die Nikon D3500 sollten mit der richtigen Ausrüstung auch den Ansprüchen nichtprofessioneller Fotografen gerecht werden.

Um einen Film zu erstellen, benötigen Sie eine große Anzahl von Bildern. Für 10 Sekunden Film bei 20 Bildern pro Sekunde benötigen Sie 200 Bilder. Bei einem Aufnahmeintervall von 12 Sekunden pro Bild entspricht das einer Aufnahmezeit von 2400 Sekunden oder 40 Minuten. Spezielle Fernauslöser oder Kamera-Apps können das Intervall-Shooting automatisieren. Die Bilder werden dann mit Software wie Photolapse oder Videobearbeitungsprogrammen zu einem Film zusammengefügt.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Polarlichter mit meinem iPhone fotografieren?

Für qualitativ hochwertige, rauscharme Bilder mit klaren Strukturen ist eine DSLR oder spiegellose Kamera deutlich besser geeignet. iPhones stoßen hier an ihre Grenzen. Zwar können Sie mit dem Live-Foto-Modus oder speziellen Apps wie Slow Shutter Cam Langzeitbelichtungen simulieren, aber die Ergebnisse sind meist nicht mit denen einer dedizierten Kamera vergleichbar, insbesondere bei schwachem Licht und hohem ISO.

Kann man Polarlichter mit Blitz fotografieren?

Nein, auf keinen Fall! Der Blitz würde nur den unmittelbaren Vordergrund beleuchten und das schwache Licht des Polarlichts am Himmel in keiner Weise beeinflussen. Schalten Sie den Blitz immer aus.

Wann ist die beste Uhrzeit für Polarlichter?

Die intensivsten Polarlichter sind oft zwischen 22 Uhr und 2 Uhr lokaler Zeit zu sehen, da der Himmel in dieser Zeit am dunkelsten ist.

Wo ist das Nordlicht zu sehen?

Am besten in den Regionen innerhalb des Polarlichtovals (Nordnorwegen, Schweden, Finnland, Island, Kanada, Alaska). Bei starker Sonnenaktivität kann es aber auch weiter südlich, z.B. in Deutschland, am nördlichen Horizont sichtbar sein.

Präsentation Ihrer Polarlicht-Fotos

Ihre beeindruckenden Polarlichtaufnahmen verdienen eine hochwertige Präsentation. Fine Art Papiere, wie die von Hahnemühle, mit ihrer feinen Textur und tiefen Farbwiedergabe, eignen sich hervorragend. Alternativ bietet Gallery Bond (Druck auf Premium Fotopapier hinter Acrylglas auf Alu-Dibond) eine strahlende, moderne Optik. Beide Optionen können gerahmt werden, um Ihr Motiv optimal zur Geltung zu bringen und es gleichzeitig zu schützen.

Die Fotografie von Polarlichtern ist eine Herausforderung, die Geduld, Vorbereitung und Anpassungsfähigkeit erfordert. Aber die Belohnung – das Festhalten dieses magischen Naturphänomens – ist es absolut wert. Und vergessen Sie bei aller Technik nicht: Das Erlebnis, das Polarlicht mit eigenen Augen tanzen zu sehen, ist und bleibt das Schönste!

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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