An der Spitze der SBB Cargo AG gibt es eine wichtige personelle Veränderung. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Tätigkeit verlässt die bisherige CEO, Désirée Baer, das Unternehmen. Ihre Nachfolge tritt der neue Leiter Güterverkehr der SBB an, der in dieser Funktion gleichzeitig auch die Position des CEO der SBB Cargo AG übernehmen wird. Dieser Wechsel markiert einen neuen Abschnitt in der Geschichte des Schweizer Schienengüterverkehrs und ist eng verknüpft mit der strategischen Weiterentwicklung des gesamten SBB Güterbereichs.

Désirée Baer hat SBB Cargo seit dem Jahr 2020 geführt. In ihrer Zeit an der Spitze hat sie massgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen voranzubringen und es strategisch neu auszurichten. Ein zentraler Fokus ihrer Arbeit lag auf der konsequenten Ausrichtung der Organisation auf die Bedürfnisse der Kunden und die Entwicklung passgenauer Kundenlösungen. Dieser kundenorientierte Ansatz hat sich ausgezahlt und zu spürbaren Verbesserungen geführt.
Unter der Leitung von Désirée Baer konnte SBB Cargo substanzielle Fortschritte erzielen. Sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die Mitarbeiterzufriedenheit haben sich während ihrer Amtszeit signifikant verbessert. Dies zeugt von einer erfolgreichen internen Führung und einer gestärkten Position im Markt. Gleichzeitig wurden auch die betriebliche Qualität und die Produktivität gesteigert, was für die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist.
Die Entscheidung von Désirée Baer, SBB Cargo zu verlassen, fiel angesichts sich ändernder Rahmenbedingungen. Sie hat sich entschlossen, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Die SBB bedankt sich ausdrücklich bei Désirée Baer für ihr grosses und langjähriges Engagement. Ihr Einsatz ging über die Leitung von SBB Cargo hinaus; sie war zuvor bereits als CEO der Securitrans Public Security AG tätig und hatte davor eine Position als Mitglied der Geschäftsleitung SBB Infrastruktur inne. Ihre Karriere bei der SBB war somit von vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben geprägt.
Mit dem Weggang von Désirée Baer übernimmt der neue Leiter Güterverkehr die Führung der SBB Cargo AG. Diese Personalie ist Teil einer breiteren strukturellen Verantwortung innerhalb des SBB Konzerns. Der neue Leiter Güterverkehr ist nicht nur CEO der SBB Cargo AG, sondern trägt die Verantwortung für alle Güterverkehrs-Tochtergesellschaften der SBB. Dies bündelt die Führung und Steuerung des gesamten SBB Gütergeschäfts unter einer Hand.
Zu den Tochtergesellschaften, für die der neue Leiter Güterverkehr zuständig ist, gehört auch die neu gegründete SBB Intermodal AG. Die Gründung dieser Gesellschaft unterstreicht die strategische Bedeutung des kombinierten Verkehrs für die Zukunft des Gütertransports in der Schweiz. Die SBB Intermodal AG hat eine klare Aufgabe: Sie soll eine flächendeckende Terminalinfrastruktur in der Schweiz planen und erstellen. Diese Infrastruktur ist essenziell, um den Umschlag zwischen verschiedenen Verkehrsträgern – insbesondere Schiene und Strasse – effizient zu gestalten und die Attraktivität des Schienengüterverkehrs zu erhöhen.
Die Gründung der SBB Intermodal AG und die damit verbundenen Investitionen in die Terminalinfrastruktur sind eine konkrete Massnahme zur Umsetzung des Konzepts «Suisse Cargo Logistics». Dieses strategische Konzept wurde von der SBB im Herbst 2022 vorgestellt und verfolgt ambitionierte Ziele für den Schienengüterverkehr in der Schweiz.
Unter dem Leitmotto «Für mehr Güter mehr Bahn» strebt die SBB im Kerngeschäft Güterverkehr bis zum Jahr 2050 eine signifikante Steigerung des Transportvolumens an. Konkret sollen bis Mitte des Jahrhunderts 60 Prozent mehr Güter auf der Schiene transportiert werden als heute. Dieses Ziel ist ein klares Bekenntnis der SBB zum Güterverkehr auf der Schiene als umweltfreundliche und leistungsfähige Alternative zum Strassentransport.
Das Konzept «Suisse Cargo Logistics» sieht vor, das bestehende Umschlagnetzwerk in der Schweiz substanziell zu erweitern. Geplant ist die Ergänzung um fünf zusätzliche Terminals für den kombinierten Verkehr. Diese neuen Terminals sollen strategisch entlang der wichtigen Verkehrsachsen platziert werden und die Region zwischen Genf und St. Gallen abdecken. Durch diese Verdichtung und Modernisierung des Terminalnetzes soll der Umschlag von Containern und anderen Ladeeinheiten effizienter, schneller und zuverlässiger werden. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung, um die angestrebte Verlagerung von Gütern von der Strasse auf die Schiene zu erreichen.
Die Bündelung der Verantwortung für alle Güterverkehrs-Tochtergesellschaften einschliesslich der SBB Intermodal AG beim neuen Leiter Güterverkehr und CEO von SBB Cargo AG zeigt, wie zentral die Entwicklung der Infrastruktur und die Stärkung des kombinierten Verkehrs für die Zukunftsstrategie der SBB sind. Die neue Führungsperson steht somit im Zentrum der Bemühungen, den Schienengüterverkehr fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen und die politischen Ziele der Verkehrsverlagerung zu unterstützen.
Die SBB hat sich auch beim bisherigen Segmentsleiter Güterverkehr, Nicolas Perrin, für seinen grossen Einsatz bedankt. Dies deutet auf eine umfassendere Neuordnung im Bereich des Güterverkehrs hin, bei der die Rollen und Verantwortlichkeiten neu definiert werden, um die strategischen Ziele effektiver verfolgen zu können.

Der Güterverkehr auf der Schiene spielt eine unverzichtbare Rolle für die Schweizer Wirtschaft und die Umwelt. Er trägt massgeblich zur Entlastung der Strassen bei und ermöglicht den Transport grosser Mengen über weite Distanzen auf nachhaltige Weise. Die strategischen Weichenstellungen, die nun mit dem Führungswechsel und der Umsetzung von «Suisse Cargo Logistics» vorgenommen werden, sind daher von grosser Bedeutung für die gesamte Schweiz.
Die Konzernleitung der SBB, zu der der Leiter Güterverkehr gehört, spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung des gesamten Unternehmens. Sie besteht aus dem CEO des Konzerns, den Leitenden der Divisionen Personenverkehr, Immobilien und Infrastruktur, dem Leiter Güterverkehr sowie den Fachführungen Finanzen, Human Resources und Informatik. Der CEO des Konzerns steht dieser Leitung vor und trägt die Gesamtverantwortung gegenüber dem Verwaltungsrat. Die Mitglieder der Konzernleitung sind dem CEO unterstellt. Der CEO führt zudem direkt die Leitenden der übrigen Fachführungen und Stabsbereiche. Die Fachführung Supply Chain Management wird durch den CFO geführt. Diese Struktur verdeutlicht die Einordnung des Güterverkehrs als eine der Hauptsäulen des SBB Konzerns und die direkte Anbindung der Führungsverantwortung an die oberste Konzernleitung.
Die Fokussierung auf Kundenorientierung, die Verbesserung der Zufriedenheit und Produktivität unter der scheidenden Führung bilden eine solide Grundlage für die Zukunft. Die nun anstehenden Aufgaben unter der neuen Führung, insbesondere die Umsetzung von «Suisse Cargo Logistics» mit der geplanten Terminalerweiterung und der angestrebten Volumensteigerung um 60 Prozent, sind ambitiös und erfordern weiterhin einen hohen Einsatz und eine klare strategische Steuerung.
Die SBB setzt damit ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Schienengüterverkehrs und investiert gezielt in dessen Zukunft. Die neue Führung von SBB Cargo AG und des gesamten Güterverkehrs der SBB steht vor der spannenden Aufgabe, diese ambitionierten Pläne in die Realität umzusetzen und den Schienengüterverkehr in der Schweiz nachhaltig zu stärken.
Vergleich: Ära Désirée Baer vs. Zukunft unter neuer Führung
| Aspekt | Ära Désirée Baer (seit 2020) | Zukunft unter neuer Führung (Konzept «Suisse Cargo Logistics») |
|---|---|---|
| Fokus der Führung | Kundenorientierung, Kundenlösungen | Strategisches Wachstum, Infrastrukturentwicklung, Volumensteigerung |
| Erreichte Erfolge | Verbesserte Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Erhöhte Qualität und Produktivität | Ziel: 60% mehr Güter auf der Schiene bis 2050 |
| Strategische Initiativen | Weiterentwicklung der Organisation | Umsetzung «Suisse Cargo Logistics», Aufbau SBB Intermodal AG |
| Infrastruktur | Bestehendes Netzwerk optimieren | Erweiterung des Umschlagnetzwerks um 5 Terminals |
| Verantwortungsbereich der Führung | CEO SBB Cargo AG | Leiter Güterverkehr SBB (inkl. aller Tochtergesellschaften), CEO SBB Cargo AG |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer ist der neue CEO von SBB Cargo?
Die bereitgestellte Information nennt den Namen der Person nicht. Es wird lediglich mitgeteilt, dass der neue Leiter Güterverkehr der SBB auch die Funktion des CEO der SBB Cargo AG übernimmt.
Warum hat Désirée Baer SBB Cargo verlassen?
Désirée Baer hat sich aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen entschieden, das Unternehmen zu verlassen und sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.
Was ist «Suisse Cargo Logistics»?
«Suisse Cargo Logistics» ist ein Konzept der SBB, das im Herbst 2022 vorgestellt wurde. Es verfolgt das Ziel, bis 2050 60 Prozent mehr Güter auf der Schiene zu transportieren, unter anderem durch die Erweiterung des Terminalnetzwerks.
Was ist die SBB Intermodal AG?
Die SBB Intermodal AG ist eine neu gegründete Tochtergesellschaft der SBB, die unter der Verantwortung des neuen Leiters Güterverkehr steht. Ihre Aufgabe ist die Planung und Erstellung einer flächendeckenden Terminalinfrastruktur für den kombinierten Verkehr in der Schweiz.
Welche Rolle hatte Nicolas Perrin?
Nicolas Perrin war der bisherige Segmentsleiter Güterverkehr. Ihm wurde ebenfalls für seinen grossen Einsatz gedankt, was auf eine strukturelle Neuordnung im Güterverkehrsbereich hindeutet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass SBB Cargo mit dem bevorstehenden Führungswechsel eine neue Ära beginnt. Die Basis, geschaffen unter anderem durch die Arbeit von Désirée Baer, ist solide. Die zukünftige Führung steht vor der Aufgabe, die ambitionierten Ziele des Konzepts Suisse Cargo Logistics zu realisieren und den Güterverkehr auf der Schiene in der Schweiz weiter zu stärken. Die Gründung der SBB Intermodal AG und die geplante Terminalerweiterung sind dabei zentrale Elemente.
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