Steckst du mitten in der Planung deines nächsten großen Backpacking-Abenteuers und fragst dich, welche Kamera dich begleiten soll? Bist du unsicher, ob es eine Spiegelreflex, eine kompakte Knipse oder doch eine Action-Cam sein soll? Welche Kamera soll ich als Backpacker kaufen? Welche Action-Cam ist die beste für meine Reisevideos? Welches Zubehör brauche ich usw., usw.? Wenn du dir diese Fragen stellst, bist du hier genau richtig! Die Wahl der richtigen Reisekamera ist entscheidend, denn sie wird dein ständiger Begleiter sein, oft unter herausfordernden Bedingungen und fernab der Zivilisation. Ich werde versuchen, dir bei dieser wichtigen Entscheidung zu helfen und deine Fragen möglichst praxisnah zu beantworten.

Über die richtige Kamerawahl kann man – und es wurden schon – ganze Bücher schreiben. Die Frage umfassend zu beantworten, ist schon sehr sportlich, finde ich! Aus diesem Grund werde ich die Grundlagen, die du kennen musst, nur kurz umreissen. Bei den Auswahlkriterien beschränke ich mich außerdem rein auf die Kriterien, die für einen Backpacker wirklich wichtig sind. Und glaube mir: Ich weiß, wovon ich spreche – ich habe schmerzhaft lernen müssen, worauf es ankommt, wenn man monatelang mit seinem gesamten Hab und Gut auf dem Rücken unterwegs ist.
Auswahlkriterien für Backpacker-Kameras
Kommen wir am besten gleich zum Punkt. Wenn du eine Kamera für deinen Backpackingtrip suchst, solltest du auf folgende Kriterien ganz besonders achten:
Gewicht und Größe
Als Backpacker bist du viel unterwegs und musst an Gewicht sparen; die Kamera sollte also möglichst leicht und kompakt sein. Jedes Gramm und jeder Zentimeter zählt, wenn du deinen Rucksack über weite Strecken trägst. Eine zu große oder schwere Kamera kann schnell zur Last werden und dazu führen, dass du sie lieber im Rucksack lässt, anstatt sie für tolle Aufnahmen herauszuholen. Am besten ist es, wenn die Kamera in deine Hosentasche oder zumindest in eine leicht zugängliche Tasche am Rucksackgurt passt, damit sie schnell griffbereit ist. Je nachdem welche Ansprüche du an deine Fotos stellst – ob du professionell aussehende Landschaftsaufnahmen oder schnelle Schnappschüsse machen möchtest – wird das natürlich nicht immer möglich sein. Du musst hier einen Kompromiss zwischen Portabilität und Bildqualität finden.
Verfügbarkeit
Stell dir folgende Frage: Gibt es dort, wo du hingehst, Läden, die deine Kamera-Marke führen? Oder zumindest allgemeine Elektronikgeschäfte? Das ist wichtig, falls du ein Problem mit deiner Kamera hast, Ersatzteile benötigst (wie zum Beispiel einen neuen Akku oder ein Ladegerät, das kaputt gegangen ist) oder Zubehör kaufen möchtest. Interessant zu wissen ist auch, ob du die Kamera im Zweifelsfall vor Ort warten lassen oder Zubehör, bzw. Objektive kaufen kannst. Marken, die weltweit verbreitet sind, bieten hier oft Vorteile.
Zur Verfügbarkeit zähle ich aber auch deine Freunde und Verwandten. Am besten kaufst du dir eine Kamera der Marke, die am weitesten in deinem Umfeld verbreitet ist. Das macht es einfacher, Erfahrungen auszutauschen, Tipps zu bekommen oder im Notfall sogar Zubehör wie Objektive, zusätzliche Akkus oder Speicherkarten zu leihen, bevor du aufbrichst. Mein Tipp: Marken wie Nikon, Canon und GoPro wirst du fast überall auf der Welt finden, was die Beschaffung von Zubehör oder Reparaturen erheblich vereinfachen kann.
Bedienbarkeit
Die Bedienbarkeit deiner Kamera ist kein KO-Krtierium, da man sich so gut wie an alles gewöhnen kann. Dennoch ist es auf Reisen, wo du oft spontan und schnell reagieren musst, von Vorteil, wenn die Kamera intuitiv zu bedienen ist. Wichtig ist, dass die Kamera gut in der Hand liegt und du alle Knöpfe und Einstellräder ohne Verrenkungen oder langes Suchen bedienen kannst, idealerweise sogar mit einer Hand. Das ermöglicht dir, den Fokus auf das Motiv zu legen und den Moment einzufangen, anstatt dich mit komplizierten Menüs herumzuschlagen.
Mein Tipp: Gehe in einem der großen roten oder blauen Elektronikmärkte in die Fotoabteilung und nimm die verschiedenen Modelle in die Hand. Fühle, wie sie sich anfühlen, ob sie gut in deiner Hand liegen und versuche, die wichtigsten Einstellungen vorzunehmen. Mach das am besten mehrere Male mit verschiedenen Modellen, bevor du dich für ein Modell entscheidest.
Street Smartness
Leider ist nicht jede Gegend der Welt gleichermaßen sicher. In manchen Regionen oder Städten ist es keine gute Idee, eine dicke, teuer aussehende Kamera im Wert von 1500€ oder mehr offen zur Schau zu stellen. Eine auffällige Kamera kann unerwünschte Aufmerksamkeit erregen. In solchen Gegenden ist es besser, wenn du eine kleine, unauffällige Kamera hast, die nicht sofort ins Auge sticht oder die Kamera gleich ganz daheim lässt. Letzteres ist jedoch selten notwendig. Ich war übrigens noch nie irgendwo, wo ich ernsthaft Angst um meine Ausrüstung hatte, aber es ist gut, sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein und eine diskretere Option in Betracht zu ziehen, falls nötig.
Manueller Modus
Wenn du dich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigen willst oder planst, dies auf deiner Reise zu tun, brauchst du eine Kamera, bei der du alle wichtigen Einstellungen – wie Blende, Belichtungszeit und ISO – manuell vornehmen kannst. Der manuelle Modus gibt dir die volle Kontrolle über das Endergebnis und ermöglicht es dir, kreative Entscheidungen zu treffen und auch in schwierigen Lichtsituationen gute Ergebnisse zu erzielen. Auch wenn du jetzt noch ein Anfänger bist, ist es ratsam, eine Kamera mit manuellem Modus zu wählen, falls du planst, deine Fotografie-Kenntnisse auf der Reise zu vertiefen.
Grundlagen der Kameraauswahl für Backpacker
Jetzt geht es um grundsätzliche Dinge, die du wissen solltest, damit dir der Typ in dem großen roten oder blauen Markt keinen Mist verkauft. Es ist erstaunlich, wie schnell man als Laie etwas Falsches kaufen kann. Ich habe unterwegs einen anderen Backpacker getroffen, der tatsächlich 2x das gleiche Objektiv dabei hatte, weil ihm jemand nochmal das gleiche Produkt verkauft hatte, welches bereits in seinem Kamerakit enthalten war. Solche Fehler kosten Geld und unnötiges Gewicht!
Mein Tipp: Hau' am Anfang nicht zu viel Geld für die Kamera auf den Kopf. Heutzutage liefern fast alle Kameras eine ordentliche Bildqualität, die für tolle Reiseerinnerungen absolut ausreicht. Falls dir Fotografieren wirklich Spaß macht und deine Ansprüche steigen, kannst du später immer noch aufrüsten, wenn du weißt, welche Art von Fotografie dich interessiert und welche Ausrüstung dafür am besten geeignet ist.
Verschiedene Kameratypen im Überblick
Vermutlich weißt du schon, dass es die verschiedensten Kameratypen gibt. Trotzdem zähle ich die Gängigsten hier kurz auf und umreisse die unterschiedlichen Typen in 1-2 Sätzen, um dir eine schnelle Orientierung zu geben:
DSLR (Digitale Spiegelreflexkamera)
DSLR steht für Digitale Spiegelreflexkamera! Diese Kamera eignet sich wohl am ehesten für Profis und solche, die es gerne werden wollen. Sie bieten exzellente Bildqualität, die Möglichkeit, Objektive zu wechseln und volle manuelle Kontrolle. Natürlich gibt es auch günstigere Einsteiger-DSLRs.
Wenn du jedoch auf einem deiner ersten Trips bist oder du bisher keine / wenig Erfahrung im Bereich Fotografie hast, würde ich dir aus den folgenden drei Gründen nicht unbedingt empfehlen, eine DSLR zu kaufen:
- Teuer: Sowohl die Kameras selbst als auch die Objektive können sehr kostspielig sein.
- Groß und schwer: Sie sind oft sperrig und schwer, was beim Backpacking ein erheblicher Nachteil ist.
- Komplex: Die Vielzahl an Einstellungen und die Notwendigkeit, Objektive zu wechseln, kann für Anfänger überwältigend sein.
Verglichen mit Bridgekameras sind Spiegelreflexkameras teurer, schwerer und auf Grund der Möglichkeit des Objektivwechsels komplexer.
Beispiele für Einsteiger DSLRs sind oft Modelle wie die Nikon D5300 oder Canon EOS 700D (beachte, dass neuere Modelle verfügbar sein könnten, aber die Prinzipien bleiben gleich).
Spiegellose Systemkamera
Spiegellose Systemkameras bieten meistens all das, was eine Spiegelreflexkamera auch bietet: sehr gute Bildqualität, wechselbare Objektive und volle manuelle Kontrolle. Sie haben aber einen entscheidenden Vorteil: Sie sind (oft) leichter und kleiner als DSLRs, da der Spiegelmechanismus fehlt. Diese Sorte Kamera ist aber meistens nicht gerade billig, weshalb sie sich nicht unbedingt als reine Einsteigerkamera oder für Backpacker mit sehr knappem Budget eignet. Für fortgeschrittene Backpacker, die Wert auf hohe Bildqualität und Flexibilität legen, aber Gewicht sparen wollen, können sie jedoch eine gute Option sein.
Bridgekameras
Bridgekameras sind aus meiner Sicht die Kameras der Wahl für Backpacker mit etwas mehr Anspruch an die Bildqualität und Zoomfähigkeit, aber ohne den Wunsch nach dem Komplexität einer Systemkamera. Sie vereinen die Eigenschaften von Spiegelreflexkameras (manuelle Modi, große Zoombereiche) und Kompaktkameras (oft fester, nicht wechselbarer Zoomobjektiv, relativ kompakte Bauweise) miteinander und bieten somit das beste aus beiden Welten.
Gegenüber einer Spiegelreflex bieten Bridgekameras einige Vorteile für Backpacker. So sind sie z.B. meistens günstiger in der Anschaffung, kleiner, einfacher zu warten (keine Sensorreinigung durch Objektivwechsel nötig) und bringen von Haus aus einen sehr großen optischen Zoom mit, der oft einen riesigen Brennweitenbereich abdeckt.
Durch das nicht wechselbare Objektiv sind sie zudem weniger komplex im Handling. Gerade dieser Punkt ist für dich als Backpacker mit wenig Fotoerfahrung aus meiner Sicht der Wichtigste. Du willst immerhin geile Fotos von Landschaften, Tieren oder Porträts machen und dich nicht ständig mit der Technik rumärgern, nehme ich an. Du hast ein Gerät, das alles kann, ohne dass du zusätzliche Objektive mitschleppen musst.
Kameraempfehlungen in diesem Segment waren früher Modelle wie die Sony DSC-HX400V, Samsung WB1100F, Nikon Coolpix L840 oder Canon PowerShot SX530. Informiere dich über aktuelle Modelle mit ähnlichen Eigenschaften.
Kompaktkameras
Kompaktkameras eignen sich wohl eher für Schnappschüsse und das einfache Festhalten von Erinnerungen. Sie sind oft sehr einfach zu bedienen, passen in jede Tasche und sind sofort einsatzbereit. Gegenüber anderer Kamera-Typen, die ich hier besprochen habe, haben sie allerdings doch einige entscheidende Vorteile für den preis- und gewichtsbewussten Backpacker:
Sie sind meistens:
- Günstiger: Deutlich preiswerter in der Anschaffung.
- Leichter: Extrem leicht und kaum spürbar im Gepäck.
- Kleiner: Passt in jede Hosentasche.
Mein Tipp: Falls es dir hauptsächlich darum geht, schöne Erinnerungen festzuhalten, ohne großen Wert auf künstlerische oder technisch perfekte Fotos zu legen, hol dir eine Kompaktkamera und gib das gesparte Geld lieber für eine geile Zeit, Erlebnisse oder gutes Essen auf deiner Reise aus.
Vergleichstabelle: Kameratypen für Backpacker
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, hier ein kurzer Vergleich der besprochenen Kameratypen aus Backpacker-Sicht:
| Merkmal | DSLR | Spiegellose Systemkamera | Bridgekamera | Kompaktkamera |
|---|---|---|---|---|
| Gewicht/Größe | Hoch / Groß | Mittel / Mittel bis Klein | Mittel / Mittel | Niedrig / Sehr Klein |
| Preis (Anschaffung) | Hoch | Hoch | Mittel | Niedrig |
| Bildqualität | Exzellent (mit guten Objektiven) | Sehr gut (mit guten Objektiven) | Gut bis Sehr gut | Ausreichend bis Gut |
| Flexibilität (Objektive) | Sehr hoch (wechselbar) | Sehr hoch (wechselbar) | Niedrig (fest verbaut) | Niedrig (fest verbaut) |
| Zoom-Bereich | Abhängig vom Objektiv | Abhängig vom Objektiv | Oft sehr großer Bereich | Begrenzt (oft weitwinklig) |
| Komplexität | Hoch | Hoch | Mittel | Niedrig |
| Eignung für Backpacker | Nur für engagierte Fotografen | Gut für fortgeschrittene Fotografen | Sehr gut (Kompromiss aus allem) | Sehr gut (für einfache Erinnerungen) |
Mythen und Fakten zur Kameraauswahl
Zwei Dinge möchte ich noch ansprechen, die oft zu Verwirrung führen:
Megapixel: Mehr ist nicht immer besser
Lass dir nicht erzählen, dass die Anzahl der Megapixel das wichtigste Qualitätskriterium deiner Kamera ist! Das ist hauptsächlich Marketing. Für normale Urlaubsfotos oder sogar mittelgroße Ausdrucke reichen schon viel weniger Megapixel aus, als die meisten modernen Kameras bieten. Wichtiger für die tatsächliche Bildqualität sind Dinge wie z.B. die Qualität des verwendeten Objektivs, die Größe und Lichtempfindlichkeit des Sensors sowie die Bildverarbeitung in der Kamera. Detaillierter möchte ich nicht darauf eingehen – das würde den Rahmen dieses Posts doch deutlich sprengen. Falls du weiterführende Infos zu diesem Thema haben möchtest, gibt es viele gute Artikel online, die das Thema Sensorgröße und Megapixel im Detail erklären.
Merke dir: Mehr Megapixel machen für sich genommen keine besseren Bilder!
Zoom: Optisch vs. Digital
Darauf wurde bestimmt schon unzählige Male eingegangen, deshalb nur ganz kurz, aber prägnant: Optischer Zoom ist der "echte" Zoom. Dabei bewegt sich die Optik im Objektiv, um das Motiv tatsächlich näher heranzuholen. Das Ergebnis ist eine echte Vergrößerung ohne Qualitätsverlust. Digitaler Zoom hingegen vergrößert lediglich einen Ausschnitt des Bildes, den der Sensor aufgenommen hat. Das ist im Prinzip nichts anderes, als wenn du ein Bild am Computer oder auf dem Smartphone zuschneidest und vergrößerst. Digitaler Zoom bringt keinen echten Mehrwert und führt fast immer zu einem Qualitätsverlust und verpixelten Bildern. Achte beim Kamerakauf immer auf den optischen Zoom-Bereich!
Actioncams für Backpacker
Actioncams sind eine super Ergänzung zur normalen Kamera, aber in den meisten Fällen kein vollständiger Ersatz. Sie sind klein, leicht, robust (oft wasserdicht und stoßfest) und bieten darüber hinaus eine sehr gute Videoqualität, oft auch in 4K. Das macht sie ideal für Aktivitäten wie Schnorcheln, Tauchen, Surfen, Mountainbiken oder einfach nur, um dynamische Momente festzuhalten.
Obwohl du mit einer Actioncam zwar auch Fotos machen kannst, ist sie kein Ersatz für eine richtige Kamera, wenn es um vielseitige Fotografie geht. Bei einer Actioncam fehlt einfach die Möglichkeit, optisch zu zoomen (sie haben meist ein festes Ultraweitwinkelobjektiv), oft ist kein Monitor verbaut (oder nur ein sehr kleiner) und besonders stabil in der Hand liegen diese Geräte meistens auch nicht, was das Fotografieren erschweren kann.
Bei Actioncams denken die meisten direkt an den Platzhirsch GoPro. GoPro finde ich ganz ok, aber eben nicht absolut geil, besonders bei älteren Modellen, und zwar aus zwei Gründen, die mich auf Reisen gestört haben:
- Der Akku hält selten einen vollen Tauchgang durch (das ist bei den neueren Modellen wohl besser geworden).
- Die Cam hat(te) oft keinen Monitor auf der Rückseite (bei neueren Modellen gibt es diesen glücklicherweise meistens).
Trotzdem würde ich dir raten, entweder eine GoPro (wie z.B. eine HERO4 Silver oder neuere Modelle) oder eine Actionpro X7 (oder ein vergleichbares verbreitetes Modell anderer Hersteller) zu kaufen, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: An jeder Ecke wirst du dafür Zubehör finden, sei es eine neue Halterung, ein Gehäuse oder Ersatzakkus. Die Verfügbarkeit von Zubehör ist hier entscheidend.
Für mich hat es sich außerdem bewährt, vier zusätzliche Akkus dabei zu haben – pro Tauchgang am Tag einen Akku. Normalerweise sollten aber 1-2 Extra-Akkus für den normalen Gebrauch ausreichen, abhängig davon, wie viel du filmst und wie lange du unterwegs bist.
Wenn du nicht vor hast, mit der Kamera ins Wasser oder extreme Aktivitäten in der Wüste oder den Bergen zu machen, brauchst du eigentlich keine Actioncam. Filmen kann man mit den meisten normalen Kameras (besonders Bridgekameras und Systemkameras) besser und präziser, und die Videoqualität ist oft ebenfalls sehr gut.
Zubehör für Backpacker
Damit dieser Artikel nicht zu lange wird, packe ich dir alle Infos zu richtigem Zubehör für Backpacker lieber in einen gesonderten Artikel. Gleich vorab: Viel zusätzliches Zeug wirst du ohnehin nicht brauchen. Konzentriere dich auf das Nötigste: zusätzliche Akkus, ausreichend Speicherkarten und vielleicht eine kleine, leichte Tasche oder ein Schutz für die Kamera.
Häufig gestellte Fragen zur Backpacker-Kamera
Ist eine DSLR eine gute Wahl für meinen ersten Backpacking-Trip als Anfänger?
Eher nicht. DSLRs sind oft groß, schwer und komplex in der Bedienung, besonders wenn du wenig Fotoerfahrung hast. Für die ersten Reisen ist etwas Kompakteres und Einfacheres meist besser geeignet.
Welche Kamera passt wirklich in die Hosentasche?
In der Regel sind das Kompaktkameras. Einige sehr kleine Bridgekameras könnten eventuell auch passen, aber das hängt stark vom Modell und deiner Hosentasche ab.
Brauche ich unbedingt eine Actioncam, wenn ich Reisevideos machen möchte?
Nicht unbedingt. Wenn du keine extremen Sportarten machst oder viel unter Wasser filmst, liefern viele normale Kameras (insbesondere System- oder Bridgekameras) ebenfalls sehr gute Videoqualität und bieten oft mehr Flexibilität beim Filmen.
Sind viele Megapixel ein Zeichen für eine gute Kamera?
Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die Anzahl der Megapixel ist für die Bildqualität weniger entscheidend als die Sensorgröße, die Qualität des Objektivs und die Bildverarbeitung.
Kann ich Kameras vor dem Kauf irgendwo ausprobieren?
Ja, das ist sehr empfehlenswert! Gehe in große Elektronikmärkte oder spezialisierte Fotogeschäfte und nimm verschiedene Modelle in die Hand, um ein Gefühl für Größe, Gewicht und Bedienung zu bekommen.
Fazit
Die Wahl der richtigen Kamera für dein Backpacking-Abenteuer hängt stark von deinen persönlichen Prioritäten ab: Wie wichtig ist dir geringes Gewicht? Wie viel möchtest du ausgeben? Wie viel Erfahrung hast du mit Fotografie? Möchtest du nur Erinnerungen festhalten oder dich kreativ austoben? Überlege dir gut, welche Kriterien für dich am wichtigsten sind. Eine Bridgekamera bietet oft einen sehr guten Kompromiss aus Vielseitigkeit, Bildqualität und Handhabbarkeit für den ambitionierteren Backpacker, während eine gute Kompaktkamera für einfache und leichte Fotografie ideal ist. Eine Actioncam ist eine tolle Ergänzung für spezielle Aufnahmen. Egal wofür du dich entscheidest, die beste Kamera ist immer die, die du dabei hast und auch gerne benutzt!
Danke fürs Lesen! Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir bei deiner Entscheidung. Wenn dir der Artikel gefallen hat oder du weitere Anregungen hast, lass mir doch einen Kommentar da.
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