Wie lange kann man das S7 noch nutzen?

Samsung S7 Kamera: Ein Rückblick

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Das Samsung Galaxy S7 und sein Schwestermodell, das S7 Edge, wurden im Februar 2016 vorgestellt und kamen im März desselben Jahres auf den deutschen Markt. Als Nachfolger der erfolgreichen S6-Reihe setzten sie neue Maßstäbe und wurden von Fachmedien wie Stiftung Warentest und Connect hoch gelobt. Ein zentraler Aspekt, der das S7 so populär machte, war seine fortschrittliche Kamera, die im Vergleich zum Vorgänger einige interessante Änderungen und Verbesserungen mit sich brachte.

Wie viel kostet eine S7?
Was kostet ein Audi S7 als Neuwagen? Auch im Jahr 2024 ist der Audi S7 als Neuwagen auf dem Markt zu finden. Das Fahrzeug kostet hier rund 90.000 Euro, mit einer individuellen Anpassung steigen die Kosten auf 100.000 Euro.

Obwohl das S7 mittlerweile nicht mehr mit regelmäßigen Software-Updates von Samsung versorgt wird – der offizielle Support endete etwa vier Jahre nach Release, mit Sicherheits-Updates nur noch in Ausnahmefällen – bleiben die Hardware-Fähigkeiten, insbesondere die Kamera, ein wichtiger Teil seiner Geschichte. Die Frage, wie lange man das Gerät noch nutzen kann, hängt stark von den individuellen Anforderungen und dem Sicherheitsbedürfnis ab, aber die Kameraleistung selbst war bei Markteinführung herausragend.

Die Kamera-Spezifikationen im Detail

Auf den ersten Blick mag die Auflösung der Hauptkamera überraschen: Sie sank von 16 Megapixeln beim S6 auf 12 Megapixel beim S7. Dieser Schritt war jedoch bewusst gewählt und zielte auf eine verbesserte Bildqualität, insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen. Das Geheimnis lag in zwei entscheidenden Faktoren:

  • Eine größere Blendenöffnung: Die Blende betrug nun f/1.7, sowohl bei der Hauptkamera als auch bei der Frontkamera. Eine größere Blendenöffnung lässt mehr Licht auf den Sensor, was zu helleren Bildern und besserem Rauschverhalten bei wenig Licht führt.
  • Größere Pixel: Die Pixelgröße auf dem Sensor wuchs auf 1,4 μm an. Größere Pixel können ebenfalls mehr Licht einfangen als kleinere, selbst bei gleicher Auflösung.

Zusätzlich führte Samsung die neue „Dualpixel“-Technologie ein. Diese Technologie nutzte jeden einzelnen Pixel auf dem Sensor nicht nur zur Bilderfassung, sondern auch zur Phasendetektion für den Autofokus. Das Ergebnis war ein deutlich schnellerer und präziserer Autofokus, der das Scharfstellen beschleunigte und Fehler reduzierte.

Ein weiterer wichtiger Punkt war der optische Bildstabilisator, der Verwacklungen bei Fotos und Videos effektiv ausgleichen konnte und somit zu schärferen Aufnahmen, besonders aus der Hand und bei längeren Belichtungszeiten, beitrug.

Die Frontkamera bot weiterhin eine Auflösung von 5 Megapixeln, aber wie die Hauptkamera profitierte sie von der lichtstarken f/1.7 Blende, was Selbstporträts bei schlechtem Licht verbesserte.

Video-Fähigkeiten des Galaxy S7

Auch im Videobereich hatte das S7 einiges zu bieten. Die unterstützten Formate der Rückkamera entsprachen zunächst denen des Vorgängers, aber mit wichtigen Verbesserungen:

  • Full HD (1080p) Aufnahmen waren mit flüssigen 60 Bildern pro Sekunde (fps) möglich.
  • Die Aufnahme in 4K/UHD-Auflösung (2160p) war ebenfalls an Bord. Ein großer Vorteil gegenüber dem S6 war, dass die 4K-Aufnahmen nun nicht mehr auf fünf Minuten begrenzt waren.
  • Bei Zeitlupenvideos wurde die Bildwiederholrate auf 240 fps bei 720p-Auflösung verdoppelt, was beeindruckendere Slow-Motion-Effekte ermöglichte.

Für die Kamera-Sensoren setzte Samsung, wie schon beim Vorgängermodell, auf Sensoren von unterschiedlichen Herstellern. Zum Einsatz kamen entweder der Sony IMX260 oder der hauseigene ISOCELL S5K2L1. Beide Sensoren waren speziell für die Dualpixel-Technologie ausgelegt.

Bildschirm und Leistung: Wichtig für die Fotografie

Für Fotografen ist nicht nur die Kamera selbst entscheidend, sondern auch der Bildschirm zur Betrachtung der Aufnahmen und die Leistung zur Verarbeitung. Das S7 und S7 Edge nutzten beide die hervorragende AMOLED-Technologie von Samsung, bekannt für lebendige Farben und tiefe Schwarzwerte.

Die Auflösung betrug bei beiden Modellen 1.440 × 2.560 Pixel. Aufgrund der unterschiedlichen Bildschirmgrößen (S7: 5,1 Zoll, S7 Edge: 5,5 Zoll) ergaben sich unterschiedliche Pixeldichten: 577 ppi beim S7 und 534 ppi beim S7 Edge. Beide Werte waren jedoch extrem hoch und sorgten für eine gestochen scharfe Darstellung von Fotos und Videos.

Leider gab es Berichte über ein potenzielles Problem, das als „Pink Line of Death“ bekannt wurde – eine rosa Linie, die auf dem Display erscheinen konnte und oft auf einen bevorstehenden Defekt hindeutete. Dieses Problem betraf einige Geräte im Laufe der Zeit und konnte die Freude an der Betrachtung von Fotos trüben.

Wie lange kann man das S7 noch nutzen?
Samsung Galaxy S7 (Edge): Vier Jahre nach Release endet der Support. Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge erhalten vom Hersteller nur noch in Ausnahmefällen Updates. Beide Smartphones hatten vergangenen Monat noch den Sicherheitspatch März 2020 erhalten - der letzte, den das S7 und das S7 Edge aufgespielt bekommen.

Unter der Haube sorgten leistungsstarke Prozessoren für die nötige Rechenleistung. In Europa wurde der Samsung-eigene Achtkern-SoC Exynos 8890 verbaut, während in anderen Regionen wie den USA und China der vierkernige Qualcomm Snapdragon 820 zum Einsatz kam. Beide Chips wurden im modernen 14-nm-Verfahren gefertigt und unterstützten 64-Bit-Adressierung. Der auf 4 GB angewachsene LPDDR4-Arbeitsspeicher war ebenfalls ein wichtiger Faktor für die flüssige Bedienung und die schnelle Verarbeitung von Fotos und Videos, beispielsweise bei der Bearbeitung oder beim Speichern von 4K-Aufnahmen.

Design, Gehäuse und Speicher

Das Design des S7 ähnelte stark dem S6, brachte aber Verbesserungen mit sich, die auch für Fotografen relevant sein konnten. Die abgerundeten Kanten der Rückseite verbesserten die Ergonomie, was das Halten des Geräts beim Fotografieren angenehmer machte. Das Kameraobjektiv ragte zudem weniger aus dem Gehäuse heraus als beim Vorgänger.

Besonders wichtig für den Outdoor-Einsatz war die Rückkehr zur Staub- und Wasserdichtigkeit nach dem IP68-Standard. Im Gegensatz zum S6, das auf diesen Schutz verzichtete, konnte das S7 nun auch bei Regen oder in staubiger Umgebung bedenkenlos genutzt werden, was die Einsatzmöglichkeiten für Fotografie erweiterte.

Ein oft bemängeltes Fehlen beim S6 wurde beim S7 behoben: Es gab wieder einen Steckplatz für Micro-SD-Karten. Dies war eine sehr willkommene Neuerung, da Fotos und insbesondere Videos in hoher Auflösung viel Speicherplatz benötigen. Die interne Speichergröße betrug je nach Variante 32 oder 64 GB, wobei die Erweiterung per Micro-SD-Karte den verfügbaren Platz deutlich vergrößern konnte.

Vergleich: S7 Kamera vs. S6 Kamera

Um die Entwicklung der Kamera des Galaxy S7 besser einordnen zu können, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede zum Vorgänger, dem Galaxy S6.

MerkmalSamsung Galaxy S6 KameraSamsung Galaxy S7 Kamera
Auflösung (Hauptkamera)16 MP12 MP
Blende (Hauptkamera)f/1.9f/1.7
Pixelgröße (Hauptkamera)ca. 1.12 µm1.4 µm
Autofokus-TechnologiePhasendetektion & Kontrast-AFDualpixel-Phasendetektion-AF
Optischer Bildstabilisator (OIS)JaJa
Video 4K/UHDJa (max. 5 Min.)Ja (keine Zeitbegrenzung)
Video Zeitlupe (720p)120 fps240 fps

Wie die Tabelle zeigt, setzte Samsung beim S7 klar auf Qualität über reine Megapixel-Zahl. Die größere Blende und die größeren Pixel zielten auf bessere Low-Light-Leistung ab, während die Dualpixel-Technologie den Autofokus revolutionierte. Die Verbesserungen bei 4K-Video und Zeitlupe rundeten das Paket ab.

Häufig gestellte Fragen zur S7 Kamera

Hier beantworten wir einige gängige Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Kamera des Samsung Galaxy S7 ergeben.

Welche Auflösung hat die Hauptkamera des S7?
Die Hauptkamera des Samsung Galaxy S7 hat eine Auflösung von 12 Megapixeln.

Welche Kamera hat das Samsung S7?
Samsung Galaxy S7Samsung Galaxy S7 Samsung Galaxy S7 EdgeHauptkamera12 MP (4032 × 3024 Pixel), f/1,7-BlendeFrontkamera5 MP, f/1,7-BlendeBetriebssystem bei MarkteinführungAndroid 6.0.1 „Marshmallow“ mit TouchWizAktuelles BetriebssystemAndroid 8.0 „Oreo“ (mit der Benutzeroberfläche Samsung Experience 9.0)

Wie groß ist die Blende der S7 Kamera?
Sowohl die Hauptkamera auf der Rückseite als auch die Frontkamera verfügen über eine sehr lichtstarke Blende von f/1.7.

Verfügt das S7 über einen Bildstabilisator?
Ja, die Hauptkamera des Galaxy S7 ist mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet.

Was ist die Dualpixel-Technologie?
Dualpixel ist eine fortschrittliche Autofokus-Technologie, bei der jeder Pixel auf dem Sensor zur schnellen und präzisen Phasendetektion genutzt wird, um das Motiv scharfzustellen.

Kann das S7 4K-Videos aufnehmen?
Ja, das Samsung Galaxy S7 kann Videos in 4K/UHD-Auflösung aufnehmen. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es dabei keine zeitliche Begrenzung pro Aufnahme.

Wie schnell kann das S7 Zeitlupenvideos aufnehmen?
Das S7 unterstützt Zeitlupenaufnahmen mit 240 Bildern pro Sekunde (fps) bei einer Auflösung von 720p.

Ist das Samsung S7 wasserdicht?
Ja, das Gehäuse des Galaxy S7 ist nach dem IP68-Standard staub- und wassergeschützt.

Kann man den Speicher des S7 erweitern?
Ja, das S7 verfügt über einen Steckplatz für Micro-SD-Karten, mit dem der interne Speicher erweitert werden kann.

Fazit zur S7 Kamera

Das Samsung Galaxy S7 war bei seiner Einführung ein herausragendes Smartphone für Fotografie-Begeisterte. Samsung traf die mutige Entscheidung, die Megapixel-Zahl zugunsten größerer Pixel und einer lichtstärkeren Blende zu reduzieren, was sich positiv auf die Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen auswirkte. Die Einführung der Dualpixel-Autofokus-Technologie sorgte für eine bemerkenswert schnelle und zuverlässige Scharfstellung. Zusammen mit dem optischen Bildstabilisator, den verbesserten Video-Funktionen (insbesondere 4K ohne Zeitlimit und schnellere Zeitlupe) sowie Features wie der IP68-Zertifizierung und dem Micro-SD-Kartensteckplatz bot das S7 ein sehr rundes und leistungsfähiges Paket für mobile Fotografie im Jahr 2016. Auch wenn das Gerät heute technisch überholt ist und keine Software-Updates mehr erhält, bleibt seine Kamera ein Beispiel für gelungene Hardware-Innovation in der Smartphone-Entwicklung.

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Andenmatten Soltermann

Hallo! Ich bin Andenmatten Soltermann, ein Schweizer Fotograf, der leidenschaftlich die Essenz der Welt durch seine Linse einfängt. Geboren und aufgewachsen in den majestätischen Schweizer Alpen, haben die deutsche Sprache und atemberaubende Landschaften meine kreative Vision geprägt. Meine Liebe zur Fotografie begann mit einer alten analogen Kamera, und seitdem widme ich mein Leben der Kunst, visuelle Geschichten zu erzählen, die berühren und verbinden.In meinem Blog teile ich praktische Tipps, Techniken und Erfahrungen, um dir zu helfen, deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern – egal, ob du ein neugieriger Anfänger oder ein erfahrener Profi bist. Von der Beherrschung des natürlichen Lichts bis hin zu Ratschlägen für wirkungsvolle Bildkompositionen ist es mein Ziel, dich zu inspirieren, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Mein Ansatz verbindet Technik mit Leidenschaft, immer auf der Suche nach dem Funken, der ein Foto unvergesslich macht.Wenn ich nicht hinter der Kamera stehe, findest du mich auf Bergpfaden, auf Reisen nach neuen Perspektiven oder beim Genießen der Schweizer Traditionen, die mir so am Herzen liegen. Begleite mich auf dieser visuellen Reise und entdecke, wie Fotografie die Art und Weise, wie du die Welt siehst, verändern kann.

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